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Le Carrelets in Saint-Palais-sur-Mer

Verantwortlicher Autor: Prof.Dr. Peter Schroeder Saint-Palais-sur-Mer/Royan, 28.09.2025, 13:28 Uhr
Presse-Ressort von: Prof.Dr. Peter Schroeder Bericht 4350x gelesen
Die für den Ort typischen Carrelets
Die für den Ort typischen Carrelets  Bild: Schroeder

Saint-Palais-sur-Mer/Royan [ENA] Zum Strandbild von Saint-Palais-sur-Mer gehören die „Carrelets“, die auf Stelzen im ufernahen Meer errichteten Fischerhütten. Entlang des Uferwegs von Saint Palais-sur-Mer stehen Tafeln, auf denen der Satz „Il s´agissait de petits échafaudages en bois utilisés par des femmes et des jeunes filles“

zu lesen ist, was übersetzt „Es handelte sich um kleine Holzgerüste, die von Frauen und jungen Mädchen benutzt wurden“ bedeutet. Dabei hatte sich, worauf eine Tafel ebenfalls hinweist, der französische Universalgelehrte Henri Louis Duhamel du Monceau, der Jurist, Botaniker, Chemiker und Ingenieur war, zusammen mit Jean-Louis De La Marre mit der französischen Fischerei des 18. Jahrhunderts befasst. Ihre Erkenntnisse fassten beide in dem zwischen 1769 und 1782, dem Todesjahr du Monceaus, entstandenen Monumentalwerk „Traité Général des Pesches, et Histoire des Poissons“ zusammen.

zeitgenössische Abbildung aus Traité Général des Pesches, et Histoire des Poissons

Von den „femmes et de jeunes filles” war darin allerdings noch nicht die Rede, denn Carrelets entstanden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die damit verbundene Fischereitechnik wurde in den 1930er Jahren perfektioniert. Die charakteristische Plattform mit einer Hütte darauf steht auf Pfählen, die in den Felsen und/oder im Sand verankert sind. Einige ragen in das Meer hinein und sind über mehrere Meter lange Stege erreichbar. Der Begriff „Carrelet“ bezeichnet einerseits diese Pontonbrücken und andererseits die Hütten und Netze mit ihrer jahrhundertealten Fischereimethode. Letztere erschien als ergiebig und weniger gefährlich als das Hochseefischen.

Der Aufwand ist gering: Der Fischer benötigt ein quadratisches Netz, das von zwei Bögen, dem eigentlichen Carrelet, gehalten wird, sowie ein Seil und eine Holzstange als Stütze. Als um die Wende zum 20. Jahrhundert herum das Baden im Meer in Mode kam, erhielten die ursprünglich von Anglern oder auf kleinen Booten verwendeten Carrelets eine neue Bedeutung. Ein wohlhabendes Publikum verlangte nach festen Standorten, finanzierte diese und behielt sie in seinem Besitz, beispielsweise am Ufer von Pontaillac.

In den folgenden Jahren wurden immer mehr dieser aufwendig gebauten Fischerhütten errichtet. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, ist die Anzahl der Carrelets seit 1936 begrenzt. Dennoch entstanden rund um Royan immer weitere Standorte, die nicht zuletzt als Ferienwohnungen genutzt wurden. Heute existieren entlang der Küste 34 regulierte Standorte, die seit 2021 auf der Liste des immateriellen Kulturerbe Frankreichs stehen. Der Begriff „Carrelet“ leitet sich von der Beschaffenheit des Netzes ab. Dieses muss aus einem einfachen Netzblatt mit quadratischen Maschen bestehen, unabhängig davon, ob es als Angel, vom Boot oder von einer Plattform aus verwendet wird.

In den folgenden Jahren wurden immer mehr dieser aufwendig gebauten Fischerhütten errichtet. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, ist die Anzahl der Carrelets seit 1936 begrenzt. Dennoch entstanden rund um Royan immer weitere Standorte, die nicht zuletzt als Ferienwohnungen genutzt wurden. Heute existieren entlang der Küste 34 regulierte Standorte, die seit 2021 auf der Liste des immateriellen Kulturerbe Frankreichs stehen. Der Begriff „Carrelet“ leitet sich von der Beschaffenheit des Netzes ab. Dieses muss aus einem einfachen Netzblatt mit quadratischen Maschen bestehen, unabhängig davon, ob es als Angel, vom Boot oder von einer Plattform aus verwendet wird.

Entlang der Küste sind die „Carrelets“ von der Loire-Mündung bei Saint-Nazaire – dort heißen sie „Pêcheries“ – bis zur Mündung der Adour nördlich von Biarritz identisch. Lediglich die Befestigungsart des Netzes variiert: Im Norden halten vier gebogene Stangen, die sogenannten „Alarmes“, das Netz, in der Nouvelle-Aquitaine ist es an einem runden oder quadratischen Metallrahmen befestigt. In beiden Regionen wird nach dem Zufallsprinzip ohne Köder gefischt.

Zum Fischfang beherbergen die Plattformen eine Hütte mit minimalem Komfort zur Aufbewahrung der Ausrüstung sowie einen Hebemechanismus, der aus einer Kurbel- oder Handradwinde zum Heben des Netzes sowie einem Gegengewicht besteht, welches die Lasten beim Heben und Senken des Netzes ausgleicht. Erwähnenswert ist, dass eine solche Fischereianlage zusammen mit den damit verbundenen Traditionen innerhalb einer Familie über Generationen vererbt wird.

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