Mittwoch, 09.09.2026 19:45 Uhr

Stéphanie von Baden – eine großherzogliche Witwe

Verantwortlicher Autor: Stadtverwaltung Schwetzingen Schwetzingen, 09.09.2026, 17:48 Uhr
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Schwetzingen [Stadtverwaltung Schwetzingen] Wer an die große musikalische Vergangenheit Mannheims denkt, verbindet damit vor allem die berühmte Mannheimer Hofkapelle und die Zeit unter Kurfürst Carl Theodor. Dass auch Jahrzehnte später eine fürstliche Musikliebhaberin das musikalische Leben der Stadt maßgeblich prägte, steht dagegen weit weniger im Mittelpunkt. Diesem bislang wenig beachteten Kapitel widmet sich Leony Gräfe in ihrem Vortrag

„Stéphanie von Baden – eine großherzogliche Witwe belebt die Mannheimer Musikkultur“ am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr im Palais Hirsch in Schwetzingen. Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Museum frei Haus“ des Museums der Stadt Schwetzingen und anlässlich des 51. Schwetzinger Mozartfestes statt. Kurfürst Carl Theodor gilt als Begründer des Rufs Mannheims als eines der wichtigsten Zentren instrumentaler Musik im 18. Jahrhundert. Seine Hofkapelle schrieb Musikgeschichte. Mit dem Wegzug des Hofes nach München im Jahr 1778 endete diese glanzvolle Ära der Mannheimer Musikkultur.

Rund 40 Jahre später rückte Mannheim erneut in den Fokus einer engagierten Musikförderin: Stéphanie von Baden, Adoptivtochter Napoleons I. und Großherzogin-Witwe von Baden, bezog das Mannheimer Schloss. Sie war nicht nur eine begeisterte Musikliebhaberin, sondern engagierte sich aktiv für das musikalische und kulturelle Leben. Stéphanie sammelte in großem Umfang Musikalien, pflegte als Salonnière ein reges gesellschaftliches Netzwerk und nahm Einfluss auf wichtige Personalentscheidungen am Mannheimer Hof- und Nationaltheater. So wurde sie unter anderem bei der Berufung von Intendanten und beim Engagement künstlerischen Personals um ihre Zustimmung gebeten.

Leony Gräfe beleuchtet in ihrem Vortrag diese bislang marginalisierte Phase der kurpfälzischen Musikkultur und zeigt, welche Bedeutung Stéphanie von Baden als Mäzenin und Impulsgeberin für das Mannheimer Musikleben hatte. Dabei wird auch ihre besondere Verbindung zu Schwetzingen thematisiert: Die Großherzogin-Witwe hielt sich zeitweise im Schwetzinger Schloss auf und brachte dort sogar ihre erste Tochter zur Welt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten. Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Forschungszentrum Hof | Musik | Stadt statt. Anmeldung und Kontakt: Lars Maurer, Museumsleiter der Stadt Schwetzingen, E-Mail: lars.maurer@schwetzingen.de, Telefon: 06202 / 87 – 468

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